Graf Dürckheim Carlfried

Literatur:

  • Dürckheim, Graf, Karlfried: (1950) Japan und die Kultur der Stille. Otto Wilhelm Barth Verlag, München
  • Dürckheim, Graf, Karlfried: (1956) Hara, die Erdmitte des Menschen. Otto Wilhelm Barth Verlag, München
  • Dürckheim, Graf, Karlfried: (1961) Zen und Wir. Otto Wilhelm Barth Verlag, München
  • Dürckheim, Graf, Karlfried: (1962) Der Alltag als Übung. Hans Huber, Bern
  • Dürckheim, Graf, Karlfried: (1964) Wunderbare Katze und andere Zen-Texte. Otto Wilhelm Barth Verlag, München
  • Dürckheim, Graf, Karlfried: (1975) Vom doppelten Ursprung des Menschen. Herder, Freiburg
  • Dürckheim, Graf, Karlfried: (1975) Der Ruf nach dem Meister. Scherz, München
  • Dürckheim, Graf, Karlfried: (1976) Meditieren - wozu und wie. Herder, Freiburg
  • Dürckheim, Graf, Karlfried: (1984) Von der Erfahrung der Transzendenz. Herder, Freiburg
  • Wehr, Gerhard: (1988) Karlfried Graf Dürckheim. Ein Leben im Zeichen der Wandlung.

Dürckheim, Karlfried Graf, Prof. Dr., Schriftsteller und Psychotherapeut. Sein voller Name lautete: Karl Friedrich Alfred Heinrich Ferdinand Maria Graf Eckbrecht von Dürckheim - Montmartin. Er entstammte väterlicherseits pfälzisch-elsässischem Uradel. Sein Stammbaum läßt sich bis in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts zurückverfolgen. Er wurde am 24.10 1986 in München geboren und verbrachte die Kindheit abwechselnd in Steingaden und Bassenheim. Während des Ersten Weltkrieges war er von 1914-1918 im Einsatz beim königlich-bayerischen Infantrie-Leibregiment. Dann folgte das Studium der Philosophie und Psychologie in München und Kiel. Anschließend Promotion in Kiel und Habilitation an der Universität Leipzig. Im Jahre 1931: Professur an der Pädagogischen Akademie in Breslau, dann in Kiel. Es folgt eine Tätigkeit als außenpolitischer Mitarbeiter von 1934 bis 1937, vor allem in England. Ab 1938 bis 1948 Aufenthalt in Japan mit der Gelegenheit einer intensiven Kenntnisnahme der japanischen Geisteskultur. Er macht intensive Erfahrungen mit Zen-Buddhismus, u.a. in Form der Kunst des Bogenschiessens, der Tee-Zeremonie, Ikebana und Kalligraphie.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gründet er mit seiner späteren Frau Dr. Maria Hippius die Existential-Psychologische Bildungs- und Begegnungsstätte, Schule für Initiatische Therapie in Todtmoos-Rütte im Schwarzwald. Beide entwickeln dort die Initiatische Therapie, eine Variante der Transpersonalen Psychotherapie.

Es folgt eine rege, schriftstellerische, psychotherapeutische und Vortragstätigkeit bis ins hohe Alter. Die Initiatische Therapie findet vielerorts innerhalb Deutschlands als auch im näheren Ausland in Zweigstellen und Einzelpraxen Anwendung. Graf Dürckheim hat innerhalb der Initiatischen Therapie die "personale Leibtherapie" entwickelt. Durch seine profunden Kenntnisse des Zen-Buddhismus hat er sehr zu der heutigen Beliebtheit des Za-Zen in Europa beigetragen.

Er starb am 28.12.1988 in Todtmoos-Rütte.

Autor: Pieter Loomans